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Mikalojus Konstantinas Èiurlionis
Bedeutender litauischer Komponist und Maler

(* 10. September 1875 in Varena; † 28. März 1911 in Pustelnik bei Warschau)

Èiurlionis, dessen Mutter deutsche Vorfahren hatte, war Sohn eines Organisten. Dementsprechend früh kam er mit Musik in Berührung. Er erhielt von 1889 bis 1893 Unterricht in der Orchesterschule des polnischen Fürsten Micha³ Ogiñski in Plunge. Die Unterstützung des Fürsten ermöglichte ihm ab 1894 ein Musikstudium an der Warschauer Musikakademie Warschau in den Fächern Klavier und Komposition. Zu seinen Lehrern zählte Zygmunt Noskowski. 1899 erhielt er sein Diplom. 

Statt danach eine feste Anstellung anzunehmen, entschloss sich Èiurlionis, 1901/02 am Leipziger Konservatorium bei Carl Reinecke und Salomon Jadassohn seine musikalische Ausbildung zu perfektionieren. Ab 1902 begann er sich für die Malerei zu interessieren und nahm in Warschau ersten Malunterricht. Zusätzlich beschäftigte er sich immer stärker mit philosophischen Fragestellungen. "Der in der UdSSR äußerst populäre Nationalkünstler [...] hatte als Komponist und Maler die Synthese dieser beiden Kunstarten angestrebt.". Von 1904 bis 1906 war er Schüler der Warschauer Schule der Schönen Künste. Danach war Èiurlionis sowohl kompositorisch als auch künstlerisch sehr aktiv: er gab Konzerte und wirkte an zahlreichen Kunstausstellungen mit. 1907/08 wohnte er in Vilnius. Danach ließ er sich in Sankt Petersburg nieder. 

Er komponierte u.a. Orchesterwerke, Klaviermusik, Orgelmusik, Kammermusik und Vokalmusik. Die bekanntesten sind darunter zwei Symphonische Dichtungen: „Miške“ (Im Walde, 1900/01) und  „Jura“ (Das Meer, 1903-07). 

Gegen Ende seines Lebens litt er unter psychischen Problemen. Er wurde in verschiedenen Kliniken behandelt, starb jedoch bereits im Alter von nur 35 Jahren an einer Lungenentzündung. Postum wurde ihm gerade in Litauen größte Anerkennung zuteil. Sowohl seine Musik als auch seine Gemälde erlebten große Resonanz. 1987 wurde eine Èiurlionis-Gesellschaft ins Leben gerufen. Heute besitzt Èiurlionis den Status eines Nationalhelden. Das Èiurlionis- Museum in Kaunas zeigt seine Werke (auch akustisch) in der Nähe des Kriegsmuseums an der K.-Donelaicio-Gatve (Vienybes Aikste).

ciurlionis

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Interessante weiterführende Links:

http://ciurlionis.licejus.lt/index_en.html

http://ciurlionis.eu/en/painting

http://ciurlionis.eu/en/

 

 

Kristijonas Donelaitis
Begründer der litauischen Nationalliteratur

Auch Christian Donaleitis (er selbst nannte sich Christian Donalitius, * 1. Januar 1714 in Lazdyneliai/Lasdinehlen; ? 18. Februar 1780 in Tolminkiemai/Tollmingkehmen) war protestantischer Pfarrer einer deutsch-litauischen Gemeinde im ostpreußischen Tollmingkehmen (Preußisch-Litauen), wo er 37 Jahre in deutscher und in litauischer Sprache predigte. Er schrieb Gedichte in Deutsch. Wie es zu Donelaitis' Zeit üblich war, hatten Pfarrer neben den Pflichten als Prediger und Seelsorger zusätzlich auch Lehrtätigkeiten auszuüben, da die Volksbildung noch sehr wenig ausgeprägt war und ein starker Mangel an Lehrern herrschteKristijonas Donelaitis gilt als der erste weltliche Schriftsteller Litauens, der vor allem mit seinem Werk Metai eine nicht nur für Spezialisten interessante Art der litauischen Dichtung hinterlassen hat. Im Jahr 2014 feiert Litauen seinen 300. Geburtstag mit vielen Festakten und literarischen Veranstaltungen. 

Sein Hauptwerk: Metai (dt: Die Jahreszeiten)
Es wird angenommen, dass Donelaitis seine Metai zwischen 1765 und 1775 verfasst hat. Die Handschriften der Metai , die einzig als lose Blattsammlung vorlagen, wurden nach Donelaitis' Tod von J. Jordan verwahrt, nachdem dieser die Sammlung von Donelaitis' Witwe in Obhut genommen hatte. Erstmals veröffentlicht wurden die einzelnen "Gesänge" als gesamtes Werk im Jahre 1818 von Ludwig Rhesa und zwar in einer gekürzten Form gemeinsam mit einer deutschen Übersetzung. 1865 gab der Linguist August Schleicher in St. Petersburg bei der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften schließlich die Originalverse des Christian Donalitius als erste vollständige Ausgabe mit einem Glossar heraus.

Anja Eberts schreibt in ihrer Dissertation 2009 (Uni Greifswald Institut für Baltistik): "In seinem Werk Metai ist Gottes Nähe stets unmittelbar und seine Allmacht gegenwärtig. Sie soll dem Rezipienten verdeutlichen, dass jedes Schicksal Gottes Fügung sei und der Mensch sich damit zufrieden geben und das Beste daraus machen solle." In ihrem Fazit schreibt sie weiter: "Nach 1990 kam eine Vielzahl neuer kulturwissenschaftlicher Zeitschriften auf den Markt, die keiner staatlichen Kontrolle unterlagen. Den Zeitschriften bot sich ein ganz neues publizistisches Terrain, auf dem sie aktiv werden konnten. Donelaitis wird wie auch in der Republik Litauen und von Exillitauern als Verteidiger der Rechte, Sprache und Gebräuche der Litauer wahrgenommen. Von Konservativismus und Traditionsbewusstsein geprägt, setze er sich für den Erhalt litauischer moralischer Werte ein, er wird somit nicht als Klassenkämpfer, wie noch in der Sowjetzeit, sondern als Traditionsverfechter dargestellt."

So gilt Kristijonas Donelaitis im heutigen unabhängigen und freien Litauen als Begründer der litauischen Nationalliteratur. Die UNESCO nahm Metai 1977 in die Bibliothek der Literaturmeisterwerke Europas auf.

donelaitis

Interessante weiterführende Links:

www.donelaitis.info

http://lt.wikipedia.org/wiki/Kristijonas_Donelaiti

Link zur Deutschen Nationalbibliothek

   

Chronik der Schule zu Nidden. Mit sehr zahlr. Abb. im Text u. im Anhang, Personen- u. Ortsregister sowie zahlr. beigelegten oder montierten Abbildungen, Briefen, Notgeldscheinen u. sonstigen Beilagen!

Autoren: Gitanas Nauseda, Vilija Gerulaitiene (Hrsg.), Vilnius 2013

Im Herbst 2013 ist die Ausgabe der Schulchronik zu Nidden in deutscher Sprache erschienen. Die Präsentation der Chronik, welche die Vorworte von Präsident Valdas Adamkus, dem deutschen Botschafter Herrn Matthias Mülmenstädt und dem Herausgeber Herrn Dr. Gitanas Nauseda wie auch einen ausführlichen Einleitungsartikel von Dr. Nijole Strakauskaite enthält, fand im September in Nida statt.

Es handelt sich um ein einzigartiges und mit sehr viel Liebe zum Detail erstelltes Werk! Der Band enthält neben Gruß- und Geleitworten ein Porträt des Autors der Niddener Schulchronik, Henry Fuchs (verfaßt von Nijole Strakauskaite), dann einige ausgewählte Faksimiles, die Schulchronik der Schule zu Nidden (1894-1923), die Chronik der Schule zu Nidden, Band 1 (1923-1933), die Schulchronik Nidden, Band II (1934-1944) sowie eine "Bildergalerie" aus dem Bildarchiv Ostpreußen und der Sammlung Froese im Anhang. - Die Chronik (kommentierte Transkription der Handschriften) gibt nicht nur Auskunft über die Geschichte der Entstehung der Kirche und der Schule in Nidden, sondern auch über das Alltagsleben und die festlichen Ereignisse der Fischergemeinde. - Das Buch verdankt sein Entstehen der Entschlossenheit des Herausgebers, der zwei der drei Teile der Original-Chronik in Berlin auf einer Buchauktion entdeckte und sich nicht wegschnappen ließ... Über das Vorhandensein des dritten (ältesten) Teils der Chronik (in einer gut erhaltenen Kopie) erfuhr der Herausgeber von einer Lehrerin aus Nidden erst, als das Buch bereits in den Druck gehen sollte... Dank dessen kann auch dieser Teil in diesem wirklich außergewöhnlichen Werk präsentiert werden.

chronik schule nidden

Rezension Goethe Institut, Vilnius

Link zum Buch: In Deutschland bei Verlag Harro von Hirschheydt erhältlich!

Antiquariat und Verlag
Harro von Hirschheydt
Inh. Robert von Hirschheydt
Neue Wiesen 6
D-30900 Wedemark-Elze
Tel.: +49(5130)36758
Kontakt@Hirschheydt-online.de
Link zum Verlag

   
   
   
   
   
   

Veränderungen im Küstenverlauf von Litauen am Beispiel Klaipeda
(Quelle: http://choices.climatecentral.org)